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Zum Ende der Seite springen Wo und wie ist der Nubbel nach Köln gekommen? 2 Bewertungen - Durchschnitt: 6,00 Teilen  
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Spezi Spezi ist männlich
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Wo und wie ist der Nubbel nach Köln gekommen? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich habe da mal eine frage. Wie und wann ist der Nubbel (Zacheies ) nach Köln gekommen.

Ich weiss nur das er noch nicht lange hier ist , so um 1950 ist er bei einer Kirmesfeire der Sankt Severin öffentilch aufgestellt worden.

Ich Danke schon mal für eure antwörten.

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Ist der ruf mal ruiniert lebt man ungeniert. Besoffen
19.02.2005 17:39 Spezi ist offline E-Mail an Spezi senden Beiträge von Spezi suchen Nehmen Sie Spezi in Ihre Freundesliste auf
De Kölsche Türk De Kölsche Türk ist männlich
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Auszug aus www.karneval.de :
Nubbel
Der "Nubbel", auch "Zacheies" genannt, muß nach Karneval für all die Sünden herhalten, die in der närrischen Zeit begangen wurden. Unter Beschimpfungen, unter Wehklagen, unter dumpfen und fröhlichen Gesängen wird er verbrannt. Und das auch noch in aller Öffentlichkeit unter tausendfacher Beteiligung heiter gestimmter Trauergäste! Tommy Engel (damals noch bei und mit den Bläck Fööss) ist das Paradebeispiel für den tragisch-komischen Abgesang an die Sünden der Freude!
Hier die seiten sind auch sehr Interessant aber vom Nubbel nichts zu lesen:

Geschichte des Karnevals/Faschings

noch mehr Geschichte

noch mehr davon

Fazit im Netz gibt es keine Informationen über den Nubbel. Am besten mal den Opa fragen! Schlaumeier

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Musik liegt _______x____x
____in der luft ___xx____xx
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von De Kölsche Türk am 20.02.2005 12:55.

20.02.2005 12:51 De Kölsche Türk ist offline Homepage von De Kölsche Türk Beiträge von De Kölsche Türk suchen Nehmen Sie De Kölsche Türk in Ihre Freundesliste auf
Michaschaf Michaschaf ist männlich
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ich habe da mal eine sehr weit hergeholte geschichte im radio zu gehört, in wie weit diese stimmt weis ich nicht und will es auch gar nicht wissen da sie sich sehr erfunden anhört.

es war einmal ein hamburger names nubbel, diese herr nubbel war zur karnevalszeit in köln und konnte mit karneval nichts anfangen. als es aschermittag wurde und alle traurig waren das karneval nun vorbei war meinte dieser nur : endlich ist diese ******* vorbei. darauf hin waren die leute so sauer das sie verprügelten und anzündeten. und schon war der brauch des nubbel verbrennens geboren.

wie gesagt diese geschichte habe ich mal im radio gehört und ich halte sie für sehr weit hergeholt.

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Menschen kommen, Menschen gehen.
Man muß sich nur mal Fragen warum?
20.02.2005 13:02 Michaschaf ist offline E-Mail an Michaschaf senden Homepage von Michaschaf Beiträge von Michaschaf suchen Nehmen Sie Michaschaf in Ihre Freundesliste auf
De Kölsche Türk De Kölsche Türk ist männlich
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Dabei seit: 11.01.2005
Beiträge: 377
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Hab da noch was gefunden zumindest ein wenig "Nubbel-Geschichte"

Langer kulturgeschichtlicher Hintergrund.
Der Nubbel, Zacheies oder auch Peijas ist eine Art Sündenbock. Die Tradition der Sündenböcke geht auf frühantike Mythen zurück. Aber auch im keltischen Brauchtum finden sich Gestalten, die ihr Leben für die Gemeinschaft riskieren oder sogar für die Gemeinschaft umkamen. Sündenböcke spielen auch immer dann eine Rolle, wenn man einmal kräftig über die Stränge geschlagen hat, so z.B. zu Karneval oder zur Kirmes. Ins Rheinland kam der Brauch über Spanien, Italien, Frankreich, Ardennen und Eifel.
Innerhalb der Mauern des "Hillije Kölle" waren die Nubbelkulte jedoch nicht geduldet. Noch 1913 wurde in Buchheim von der Kölner Verwaltung eine ganze Kirmes verboten, nur weil eine Zacheies- Verbrennung auf dem Programm stand. Die Kirmes fiel zwar offiziell aus; der Zacheies brannte aber trotzdem!
Nubbelverbrennung als demonstrativer Ungehorsam gegen Kölner Macht?
Hoppla, da sind wir ja mitten in der Gegenwart

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20.02.2005 13:20 De Kölsche Türk ist offline Homepage von De Kölsche Türk Beiträge von De Kölsche Türk suchen Nehmen Sie De Kölsche Türk in Ihre Freundesliste auf
Spezi Spezi ist männlich
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Dabei seit: 04.02.2005
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Themenstarter Thema begonnen von Spezi
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Ich habe auch noch was gefunden.

In Köln selber war diese Sitte lange unbekannt. 1913 in dem Dorf Buchheim bei Köln-Mülheim die Kirmes kurz vor der Eingemeindung des ortes in die Stadtgemeinde köln wegen der in der Zeitung angekündigten verbrennung des Zacheies polizeilich verboten.

Danke für die Links an alle!

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21.02.2005 00:04 Spezi ist offline E-Mail an Spezi senden Beiträge von Spezi suchen Nehmen Sie Spezi in Ihre Freundesliste auf
DjQu DjQu ist männlich
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Zitat:
Original von Michaschaf
ich habe da mal eine sehr weit hergeholte geschichte im radio zu gehört, in wie weit diese stimmt weis ich nicht und will es auch gar nicht wissen da sie sich sehr erfunden anhört.

es war einmal ein hamburger names nubbel, diese herr nubbel war zur karnevalszeit in köln und konnte mit karneval nichts anfangen. als es aschermittag wurde und alle traurig waren das karneval nun vorbei war meinte dieser nur : endlich ist diese ******* vorbei. darauf hin waren die leute so sauer das sie verprügelten und anzündeten. und schon war der brauch des nubbel verbrennens geboren.

wie gesagt diese geschichte habe ich mal im radio gehört und ich halte sie für sehr weit hergeholt.


das find ich mal eine echte kölsche sage! :-)

Aber wie ist das denn wirklich gekommen, daß interessiert mich jetzt auch mal wirklich?!?!?!



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Zaubermaus11 Zaubermaus11 ist weiblich
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Soweit ich weiß gibt es die Nubbelverbrennung noch gar nicht solange. Vorläufer des Nubbels war der Zacheies, der zum Ausklang der Kirmes verbrannt wurde. Das erste was in Köln über die Zacheiesverbrennung bekannt ist, stammt aus dem Jahr 1913. Damals wurde seine Verbrennung anläßlich der ältesten rechtsrheinischen Kirmes, der Buchheimer Kirmes, angekündigt. Daraufhin wurde die Kirmes verboten.
Erst ab 1950 gibt es eine Zacheiesverbrennung im Anschluß an die Krimes von St. Severin. Von da hat sie sich dann verbreitet. Eine Strohpuppe wird zu Beginn der Kirmes auf dem Kirmesplatz aufgehängt, diese verkörpert dann die Kirmes. Am letzten Tag wird sie verbrannt oder begraben, dieser Zacheies wurde auch Nubbel genannt.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Franzosen Köln besetzt hatten, wurde zum Ende der Fastnacht eine Zeremonie des ?Begrabens? vollzogen. Sie war wohl nur eine symbolische, von einer Strohpuppe ist hierbei nicht die Rede. Es bildete sich ein Trauerzug, der mit Trompetenbegleitung durch die Straßen zog.
Im Mittelalter wurde am Sonntag Lätare, der ?Mittfastnacht?, eine Strohpuppe herumgeführt und anschließend verbrannt. So wurde der Winter 'ausgetrieben'.
Anzunehmen ist jedoch das der Brauchtum seinen Ursprung in den griechischen Mythen hat. Schon damals haben sich die Priesterkönige zu Ihrem eigenen Ruhm und zum Ruhm der Gottheit selber als öffentliches Opfer dargebracht.
Fakt jedoch meine Lieben ist: der Nubbel ist der Sündenbock, an dem sich alles abreagieren kann. Der Nubbel kann jeder, wie keiner sein. Jeder von uns könnte das Opfer sein. Darum wird das Karneval feiern zum Schluß auch immer intensiver und leidenschaftlicher, denn jeder weiß, am Aschermittwoch ist alles vorbei!!

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Wenn ich schon kein gutes Vorbild sein kann - dann wenigstens eine grausame Warnung.
21.05.2005 19:43 Zaubermaus11 ist offline E-Mail an Zaubermaus11 senden Beiträge von Zaubermaus11 suchen Nehmen Sie Zaubermaus11 in Ihre Freundesliste auf
Guener Guener ist männlich
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Jrad dobei

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Beiträge: 1
Herkunft: Köln - Buchheim

Nubbel in Buchheim Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Da Buchheim erst 1914 mit Mülheim am Rhein nach Cöln eingemeindet wurde, kann die Cölner Stadtverwaltung nicht schon 1913 gegen die Nubbelverbrennung in Buchheim vorgegangen sein.

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Guemer
18.07.2007 01:11 Guener ist offline E-Mail an Guener senden Homepage von Guener Beiträge von Guener suchen Nehmen Sie Guener in Ihre Freundesliste auf
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